- Rechtsanwalt Dr. jur. Benno Grunewald - Fachanwalt für Steuerrecht - Mediator (DAA) -

© Rechtsanwalt Dr. Grunewald
rechtsanwalt@dr-grunewald.de

Unternehmensnachfolge rechtlich, steuerlich und menschlich

Aktuelles

Unternehmensnachfolge rechtlich, steuerlich und menschlich

Ein fiktives Interview zu einem realen Thema

Von Rechtsanwalt und Mediator (DAA) Dr. Benno Grunewald

Frage: Herr Dr. Grunewald, warum befassen Sie sich mit dem Thema Unternehmensnachfolge?

Antwort: Zahlreiche Unternehmer stehen vor der Frage, wie es mit ihrer Firma weitergehen kann. Wer soll die Verantwortung übernehmen? Wie ist der Übergang auf den neuen Chef zu gestalten? Welche rechtlichen „Airbags“ kommen in Betracht, wenn es nicht funktioniert? Diese sehr komplexe Situation erfordert eine umfassende rechtliche, steuerliche und auch menschliche Beratung und Betreuung und bietet gleichzeitig erheblichen Gestaltungsspielraum. In einem deratigen Umfeld fühle ich mich als Rechsanwalt und Mediator besonders wohl.

Frage: Ihnen gefällt also besonders, dass hier nicht gestritten wird?
Antwort: Nun, es kann sicher auch hier zu Streitigkeiten kommen. Entscheidend ist aber, dass es nicht darum geht bzw. nicht darum gehen sollte, einseitige Interessen durchzusetzen sondern möglichst gemeinsam zu einer tragfähigen und für alle Beteiligten befriedigende Lösung zu kommen.

Frage: Unternehmen haben einen oder sogar mehrere „eigene“ Rechtsanwälte und Steuerberater. Warum sollte ein weiterer Rechtsanwalt wie Sie dazukommen?

Antwort: Die Gestaltung der Unternehmensnachfolge betrifft nicht nur den Unternehmer selbst sondern auch seinen Nachfolger. Und unabhängig davon, ob es sich dabei um die eigenen Kinder des Unternehmers oder externe neue Firmeninhaber handelt, wird die Hinzuziehung eines außenstehenden Beraters regelmäßig sehr begrüßt. Dieser ist noch nicht betriebsblind, bringt neue Ideen und Aspekte ein und hat einen objektiveren Standpunkt.

Frage: Die bereits für das Unternehmen tätigen Berater werden durch Sie aber nicht überflüssig oder?

Antwort: Selbstverständlich nicht! Aufgrund ihrer detaillierten Kenntnisse des Unternehmens sind sie sogar sehr wichtig für den Prozess der Unternehmensnachfolge und sollten diesen eng begleiten. Es gibt zahlreiche rechtliche und steuerliche Aspekte, die zu berücksichtigen sind. Und hier kann die Diskussion mit dem Steuerberater und dem Rechtsanwalt des Unternehmers - auch und gerade bei möglichen alternativen Lösungen - sehr fruchtbar und effektiv sein.

Frage: Sie sprachen eben auch von „Betreuung“. Was meinen sie damit konkret?

Antwort: Meinen Erfahrungen nach wird bei den meisten Rechtsstreitigkeiten der menschliche Faktor vollkommen unzureichend berücksichtigt. Und dies gilt auch bei der Gestaltung der Unternehmensnachfolge. Die schönsten und kunstvollsten rechtlichen Verträge und Konstruktionen werden letztlich nicht halten, wenn sie nicht von den davon betroffenen Personen mit Überzeugung getragen und vertreten werden. Daher bedarf es bei der Unternehmensnachfolge regelmäßig auch einer nicht-juristischen Sichtweise und des Einsatzes der Mediation. Dies alles würde ich unter „Betreuung“ verstehen.

Frage: Stichwort „Mediation“. Wie und warum sollte diese hier eingesetzt werden?

Antwort: Die Mediation ist nicht nur eine alternative Methode zur Streitschlichtung. Sie ist auch ein strukturiertes Verfahren, um die Vorstellungen, Wünsche und Befürchtungen der Beteiligten sichtbar zu machen. Sehr häufig können dadurch sowohl offene als auch versteckte Konflikte aufgelöst und eine von allen Beteiligten getragene Lösung gefunden werden.

Frage: Reden wir abschließend über Geld. Was kostet Ihre Tätigkeit im Bereich der Unternehmensnachfolge?

Antwort: Hierzu fällt mir zunächst ein aktueller Werbespruch ein: „Gute Beratung kostet Geld – schlechte ein Vermögen.“ Ich vereinbare mein Honorar in der Regel im Rahmen des ersten Gesprächs mit dem Mandanten. Dabei kann dies auf einer Stundenbasis oder einem Gegenstandswert basieren oder in einem Festbetrag bestehen.

Herr Dr. Grunewald: Vielen Dank für dieses Gespräch!

© Dr. Grunewald| 10.04.2011| www.dr-grunewald.de